Ost-West-Dach? Oft besser als gedacht.

Ein Süddach liefert die höchste Mittagsspitze. Ein Ost-West-Dach verteilt den Ertrag auf Morgen und Abend, also auf die Zeiten, in denen im Haushalt Strom gebraucht wird.
Süd bringt die Spitze, Ost-West die Breite
Ein nach Süden ausgerichtetes Dach erzeugt die meiste Leistung um die Mittagszeit. Ein Ost-West-Dach verteilt den Ertrag: Die Ostseite liefert am Vormittag, die Westseite am Nachmittag und frühen Abend. Pro Modul ist der Jahresertrag etwas geringer als bei reiner Südausrichtung, dafür ist die Kurve über den Tag deutlich flacher.
Warum der Zeitpunkt wichtiger ist als die Spitze
Strom, den Sie selbst verbrauchen, ersetzt teuren Netzstrom. Eingespeister Strom wird dagegen deutlich geringer vergütet. Deshalb lohnt sich eine Anlage vor allem dann, wenn sie zu den Zeiten liefert, in denen im Haus gekocht, gewaschen oder geladen wird. Genau das schafft ein Ost-West-Dach oft besser als ein Süddach.
Entscheidend ist nicht die höchste Spitze am Mittag, sondern wie viel Strom zu Ihrem Alltag passt.
Wann Ost-West besonders gut passt
Bei einem Satteldach mit Ost- und Westseite lassen sich beide Flächen nutzen. Auf Flachdächern stellen wir die Module oft flach in Ost-West-Richtung auf. Die Reihen verschatten sich dabei kaum, und es passen mehr Module auf dieselbe Fläche als bei steiler Südaufständerung.
Was wir beim Dachcheck prüfen
Wir messen Neigung und Ausrichtung beider Dachseiten, sehen uns Verschattung durch Gauben, Schornsteine oder Bäume an und planen den Wechselrichter so, dass jede Dachseite einen eigenen Eingang bekommt. So arbeitet keine Seite gegen die andere.
Die Beiträge geben einen allgemeinen Überblick. Was für Ihr Haus gilt, klären wir beim Dachcheck.